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Forschungsprojekt – LONERS: Einsamkeit, gesellschaftliche Verantwortung und das Recht auf Privatsphäre

Einsamkeit ist ein vielschichtiges gesellschaftliches Thema, das weit über das individuelle Erleben hinausgeht. Sie steht in Zusammenhang mit sozialen und politischen Rahmenbedingungen, Fragen der Fürsorge und sozialen Ungleichheit sowie damit, wie Institutionen auf die Bedürfnisse von Menschen reagieren. 

Das Forschungsprojekt LONERS an der Universität Wien widmet sich diesen Zusammenhängen und untersucht, wie Einsamkeit in unserer Gesellschaft wahrgenommen, verhandelt und institutionell behandelt wird. 

Einsamkeit im gesellschaftlichen und politischen Kontext verstehen 

Menschen erleben Einsamkeit auf unterschiedliche Weise. Ihre Erfahrungen sind von persönlichen Lebenssituationen ebenso geprägt wie von gesellschaftlichen Bedingungen und politischen Entscheidungen. 

LONERS greift zentrale Fragen auf: Wie kann gesellschaftliche Fürsorge gestaltet werden? Welche Verantwortung tragen Politik und öffentliche Einrichtungen? Und wie lässt sich Unterstützung ermöglichen, ohne Menschen auf ihre Einsamkeit zu reduzieren oder ihre Privatsphäre zu beeinträchtigen? 

Diese Perspektiven sind wichtig, um Einsamkeit nicht ausschließlich als individuelles Problem zu betrachten, sondern auch die gesellschaftlichen Bedingungen in den Blick zu nehmen, die Erfahrungen von Einsamkeit beeinflussen und den Zugang zu Unterstützung prägen. 

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt gibt es auf der Website von LONERS. 

Auftaktveranstaltung: „Gemeinsam einsam? Gesellschaft zwischen Fürsorge, Privatsphäre und Regulierung“ 


Am 12. Oktober 2026 findet die Auftaktveranstaltung des Forschungsprojekts an der Universität Wien statt. Unter dem Titel „Gemeinsam einsam? Gesellschaft zwischen Fürsorge, Privatsphäre und Regulierung“ werden zentrale Fragen des Projekts diskutiert: Wie kann eine Gesellschaft Menschen unterstützen, die von Einsamkeit betroffen sind? Welche Rolle spielen soziale Ungleichheit, Armut und rechtliche Rahmenbedingungen? Und wie können Institutionen auf menschliche Bedürfnisse eingehen und gleichzeitig die Privatsphäre schützen? 


An der Podiumsdiskussion nehmen teil: 

  • Anna Durnová, Projektleiterin von LONERS, Professorin für Politische Soziologie an der Universität Wien und Mitglied des Beirats der Plattform gegen Einsamkeit 
  • Gabriele Kucsko-Stadlmayer, ehemalige Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte 
  • Katharina Renner, Leiterin der PfarrCaritas und Nächstenhilfe 

Die Begrüßung übernimmt Vizerektorin Manuela Baccarini. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion gibt es bei einem Buffet Gelegenheit zum weiteren Austausch. 

Termin: 12. Oktober 2026, ab 17:00 Uhr 

Ort: Sky Lounge der Universität Wien, Oskar-Morgenstern-Platz 1, Wien 

Für die Veranstaltung sind noch einige Plätze verfügbar. Eine Anmeldung ist über den Veranstaltungslinkmöglich. 

Gemeinsam neue Perspektiven auf Einsamkeit eröffnen 

Als Plattform gegen Einsamkeit begrüßen wir die Auseinandersetzung mit Einsamkeit als gesellschaftlicher, politischer und sozialer Herausforderung. Forschung kann dazu beitragen, unterschiedliche Erfahrungen besser zu verstehen, bestehende Perspektiven zu hinterfragen und neue Ansätze für den Umgang mit Einsamkeit zu entwickeln. 

Wir freuen uns, dass Anna Durnová, die Mitglied unseres Beirats ist, das Projekt leitet, und sind gespannt auf die Erkenntnisse und Impulse, die LONERS für die weitere Auseinandersetzung mit Einsamkeit und für die Gestaltung gesellschaftlicher Unterstützung liefern wird. 


Forschungsprojekt – LONERS: Einsamkeit, gesellschaftliche Verantwortung und das Recht auf Privatsphäre
fiona.bourlosmay 9. Oktober 2026
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