Am 16. Juni 2026 fand die Inklusionstagung „Behinderung, Krankheit, Einsamkeit: Du bist nicht alleine!“ der Gewerkschaft vida statt. Rund 250 interessierte Teilnehmer:innen kamen zusammen, um über Barrieren, Teilhabe und soziale Verbundenheit in Alltag und Arbeitswelt zu diskutieren.

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Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage, wie eine inklusivere, solidarischere und gesundheitsfördernde (Arbeits)welt gestaltet werden kann. Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen erleben im Alltag und Berufsleben oft zusätzliche Hürden und Ausschlüsse – gleichzeitig betrifft Einsamkeit viele Menschen im (Arbeits)leben, unabhängig von Alter, Beruf oder Lebenssituation.
Die Tagung bot mit Panels, Workshops und Keynotes Raum für Austausch, Reflexion und unterschiedliche Perspektiven aus Praxis, Interessensvertretung, Gesundheitsbereich und Betroffenenperspektive.
Plattform gegen Einsamkeit vertreten bei der Inklusionstagung
Arbeitsplätze sind für viele Menschen zentrale soziale Räume. Umso schwerwiegender kann es sein, wenn soziale Verbundenheit fehlt, Isolation entsteht oder psychische Belastungen zunehmen. Einsamkeit im Arbeitsleben ist dabei oft wenig sichtbar, kann jedoch erhebliche Auswirkungen auf Wohlbefinden, Gesundheit und Teilhabe haben.
Wir von der Plattform gegen Einsamkeit haben uns sehr gefreut, das Thema Einsamkeit in die Tagung einbringen zu dürfen. Projektleitung Valeria Romme leitete einen Workshop zum Thema Einsamkeit und diskutierte gemeinsam mit vier Personen aus unterschiedlichen Bereichen sowie mit dem Publikum über Erfahrungen, Herausforderungen und notwendige Veränderungen.
Deutlich wurde: Einsamkeit ist ein vielschichtiges Querschnittsthema, das nur gemeinsam und interdisziplinär bearbeitet werden kann.
Ein weiterer wichtiger Beitrag der Tagung war die Keynote von Prof. Dr. assoz. Karin Gutiérrez-Lobos, Spezialistin für Psychiatrie und Neurologie, sowie Mitgründerin der Plattform gegen Einsamkeit. Sie vertiefte das Thema Einsamkeit mit aktuellen Zahlen und Fakten und machte deutlich, wie verbreitet Einsamkeit ist und wie stark sie durch strukturelle Bedingungen beeinflusst wird. Zudem stellte sie den Zusammenhang zwischen Einsamkeit, sozialer Teilhabe und demokratischer Beteiligung her und zeigte auf, dass soziale Verbundenheit eine wichtige Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt ist.

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Die Vorstellung des „Plauderbankerl“ durch Yvonne Rychly, Frauenvorsitzende der vida Wien und Mitbegründerin der Initiative Tatort Arbeitsplatz, war ein weiteres Highlight der Tagung. Das Plauderbankerl steht symbolisch für Begegnung, Gespräch und ein offenes Miteinander – und damit für etwas, das auch im Arbeitskontext oft fehlt: Räume für Austausch und soziale Verbundenheit.

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Außerdem durften wir die Plattform gegen Einsamkeit mit einem Infostand vertreten und viele spannende Gespräche führen, neue Kontakte knüpfen und uns mit unterschiedlichen Initiativen und Interessierten vernetzen.


©ÖGB/Roland de Roo ©Social City Wien/Plattform gegen Einsamkeit
Unsere Broschüre ist da!
Besonders gefreut hat uns, dass im Rahmen der Tagung auch der gemeinsam mit der vida entwickelte Leitfaden „Einsamkeit am Arbeitsplatz“ veröffentlicht wurde.
Die Broschüre beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, warum Einsamkeit ein wichtiges Thema in der Arbeitswelt ist, welche Auswirkungen Einsamkeit auf Beschäftigte haben kann und welche Möglichkeiten es gibt, soziale Verbundenheit im Berufsalltag zu stärken. Außerdem werden konkrete Unterstützungsangebote und Anlaufstellen vorgestellt.

©ÖGB/Roland de Roo
Die Broschüre kann HIER kostenlos heruntergeladen werden
Wir bedanken uns herzlich bei der Gewerkschaft vida für die wichtige Tagung, den offenen Austausch und die wertvolle Zusammenarbeit rund um den Leitfaden.
