Im September fand der virtuelle SDG-Frühstücksdialog des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) zum Thema „Einsamkeit bekämpfen – Soziale Teilhabe fördern. Welche Perspektiven und Handlungsansätze gibt es?“ statt.
Warum ist Einsamkeit ein Thema der SDGs?
Gute soziale Beziehungen stärken Gesundheit und Wohlbefinden, fördern gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe und tragen zu einer resilienten, sicheren und wohlhabenden Gesellschaft bei. Soziale Verbundenheit ist damit auch ein wichtiger Baustein für nachhaltige Entwicklung.
Gemeinsam mit Expert:innen und Multiplikator:innen aus unterschiedlichen Bereichen wurden Ursachen und Auswirkungen von Einsamkeit beleuchtet sowie mögliche politische und gesellschaftliche Handlungsansätze diskutiert, um soziale Teilhabe zu stärken und Einsamkeit wirksam entgegenzuwirken.
Impulsvortrag: Einsamkeit als gesellschaftliche Herausforderung: Aktuelle Erkentnisse, Risikogruppen & Bedeutung im Sinne der Erreichung der SDGs’
Wir hatten die Gelegenheit, als Plattform gegen Einsamkeit in Österreich einen Impulsvortrag beizutragen. Unsere Projektleiterin Valeria Romme brachte ihre fachliche Expertise und unsere Erfahrungen zum Thema Einsamkeit ein und stellte die Plattform sowie ihre Rolle bei der Vernetzung, Sensibilisierung und Förderung des gesellschaftlichen Dialogs vor.
Kurzinputs aus der Praxis
- Ingrid Korosec (Österreichischer Seniorenrat) – Betonte die Bedeutung frühzeitiger Erkennung von Einsamkeit, erreichbarer Begegnungsorte und digitaler sowie analoger Angebote für ältere Menschen.
- Ahmed Naief (Bundesjugendvertretung, BJV) – Hob konsumfreie Treffpunkte, nachhaltige Finanzierung der Jugendarbeit, psychologische Unterstützung und Mitbestimmung junger Menschen hervor.
- Sabine Benzcur-Juris (Caritas Wien – Bereich Menschen mit Behinderungen) – Unterstrich die Notwendigkeit individueller, barrierefreier und niederschwelliger Begegnungsangebote sowie ergänzender digitaler Möglichkeiten.
- Marzia Qayoumi (AFYA – Verein zur interkulturellen Gesundheitsförderung) – Zeigte, wie Sprachbarrieren und Migrationserfahrungen Einsamkeit begünstigen können und wie einfache Fragen zum Wohlbefinden Begegnungen ermöglichen.
- Ann-Sophie Ote (HOSI Wien) – Thematisierte Einsamkeit in der LGBTQI+-Community und stellte niederschwellige Treffen und Begegnungsmöglichkeiten als wichtige Unterstützungsangebote vor.
Im Anschluss diskutierten über 100 Teilnehmende gemeinsam mit den Expert:innen und Multiplikator:innen über unterschiedliche Perspektiven, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten.
💛 Wir bedanken uns beim BMASGPK für die Einladung, bei Frau Bundesministerin Korinna Schumann für ihr besonderes Engagement und bei allen Beteiligten für den wertvollen Austausch und die wichtigen Impulse. Gemeinsam können wir Einsamkeit stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken und soziale Teilhabe fördern!
